Zielgruppen
Bitte denken Sie jetzt nicht, dass barrierefreie Internetseiten sich nur an bestimmte Menschen richten. Jeder profitiert davon. Doch speziell Menschen mit Behinderungen wird die Teilhabe oft verwehrt.
Diese Menschen sind:
- Sehbehinderte und Blinde
- Hörgeschädigte und Gehörlose
- kognitiv Eingeschränkte und Konzentrationsschwache
- motorisch Eingeschränkte
- in hohem Alter
Sehbehinderte und Blinde
Kaum zu glauben, aber laut DBSV gibt es in Deutschland 155.000 Blinde und 500.000 Sehbehinderte. Auch wenn das Medium Internet stark visuell geprägt ist: Alles ist Text! Und den können auch Menschen mit Sehbehinderungen lesen. Mit Hilfe von Screenreadern oder einer Braillezeile (Zusatzgerät, dass die Blindenschrift "Brailleschrift" ausgibt).
Das Problem für diese Menschen ist der Informationsverlust. Bilder sind oft nicht beschrieben und eine grafische Navigation unmöglich zu bedienen.
Für Menschen mit Farbsehschwäche sollte es alternative Darstellungen in anderen Farben geben, da sie Kontraste ganz anders, beziehungsweise gar nicht wahrnehmen. In Deutschland sind etwa 10% der männlichen Bevölkerung von einer solchen Sehschwäche betroffen.
Hörgeschädigte und Gehörlose
Klar können gehörlose Menschen lesen. Aber wenn keine einfache Sprache verwendet wird haben sie oft Probleme, Wörter zu verstehen. Fremdwörter und neudeutsche Begriffe haben Sie nie gehört und wissen nicht, wie Sie auszusprechen sind.
Des Weiteren sind, für Menschen ohne Behinderungen banale Dinge, wie der Behördengang eine Barriere. Sie sind auf die Gebärdensprache angewiesen, um zu kommunizieren. Im Internet können Formulare und Vordrucke schnell und einfach ausgefüllt und Sprachbarrieren umgangen werden.
nach obenkognitiv Eingeschränkte und Konzentrationsschwache
Was passiert, wenn jemand mit Konzentrationsschwäche sind in langen Absätzen auf einer Internetseite verliert? Was, wenn die Menüführung nicht klar und deutlich ist? Er nimmt Ihre Botschaft nicht auf oder verlässt im schlimmsten Fall die besuchte Seite.
Hinweise, wo er sich gerade befindet, Hinweise, wohin Links verweisen, oder Hinweise, was zu tun ist, helfen solchen Menschen, sich zurecht zu finden.
nach obenmotorisch Eingeschränkte
Wer keine Maus bedienen kann, navigiert mit der Tastatur oder Spezialgeräten, die Mausbewegungen und Tastenklicks simulieren. Sogar Kopfbewegungen und das Pusten auf Sensorflächen können einen Klick simulieren.
Damit die Bedienung einer Seite mit der Tastatur gewährleistet ist, sollten die Links in einer bestimmten Reihenfolge programmiert sein.
nach obenMenschen in hohem Alter
Für ältere Menschen wird das Internet zunehmend interessant. Während 1997 9% aller Internet-Nutzer über 50 Jahre alt waren, gehört 2004 fast ein Viertel dieser Altersgruppe an. Die Tendenz ist steigend, da durch Medizinische Fortschritte und stärkeres Gesundheitsbewusstsein das Alter der Menschen immer höher wird.
Doch mit dem Alter kommen gehen oft oben genannte Behinderungen einher.
nach oben
